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Rechtsschutz für private Krankenversicherung

Rechtsschutz für private Krankenversicherung

Rechtsstreitigkeiten nehmen weltweit zu. Auch in Deutschland ist das der Fall. Dabei geht es keinesfalls nur um große Dinge. Teilweise kann ein kleiner Streit, beispielsweise in der Nachbarschaft, ein Auslöser für einen langgezogenen Kampf über Anwälte und Gerichte sein. Andererseits kann es aber auch zu unvermeidbaren Streitigkeiten kommen. Zum Beispiel bei einem Autounfall oder bei Problemen mit dem Arbeitgeber. In all diesen Fällen ist eine private Rechtsschutzversicherung eine gute Hilfe. Dies gilt für Angestellte genauso wie für Selbstständige und Freiberufler. Selbst als Rentner ist man vor einem Rechtsstreit nicht geschützt und sollte abgesichert sein. Aktuelles Beispiel ist der Fall um die private Krankenversicherung. Viele Arbeitnehmer, Beamte, Selbstständige und Rentner haben sich auf die Leistungen über ihre private Krankenversicherung verlassen - und sind nun verlassen.

Denn die Pleiten verschiedener Anbieter ließen die Versicherten plötzlich ohne private Krankenversicherung dastehen. Für die Mitglieder dieser Krankenkassen bedeutete dies von einem auf den anderen Tag ohne Absicherung im Krankheitsfall zu sein. Denn die Kasse die sich um die Kosten für die Behandlungen kümmern sollte, konnte diese ja nun nicht mehr begleichen.


Viele Versicherte in privaten Kassen

Der Wechsel in die private Krankenversicherung ist in der Vergangenheit allen Angestellten möglich gewesen, die in drei aufeinander folgenden Jahren mit ihrem Einkommen über der staatlich festgelegten Pflichtversicherungsgrenze lagen. Zukünftig reicht sogar bereits ein Jahr aus, in dem man diese Grenze (in 2011 sind das 49.500,- Euro) überschritten hat, um in die private Krankenversicherung zu wechseln. Ebenso können alle Selbstständigen, Freiberufler und Beamte in die private Krankenversicherung wechseln, da sie nicht der Versicherungspflicht in der gesetzlichen Krankenversicherung unterliegen.

Wechsel kann Vorteile aber auch Risiken bringen

Hat man den Wechsel in eine private Krankenversicherung vollzogen, kann man dabei oftmals von günstigeren Beiträgen oder besseren und umfangreicheren Leistungen profitieren. Im besten Fall sogar von beidem. Allerdings zeigen die aktuellen Fälle natürlich auch welches Risiko ggf. dahinter steckt. Ist die Krankenkasse finanziell nicht stark genug das Risiko aller Versicherten zu tragen, kann es zur Pleite kommen. Letztendlich handelt es sich hierbei auch nur um ein Wirtschaftsunternehmen, das mehr Einnahmen als Ausgaben haben sollte.

Junge, gesunde haben es leicht

Natürlich hat man als privat Versicherter jederzeit das Recht die ausgewählte Krankenkasse auch wieder zu wechseln. Gerade im Fall der zahlungsunfähigen Krankenkasse muss der Wechsel in eine neue Kasse zügig vorgenommen werden. Denn sonst geht man im Falle einer zwischenzeitlichen Erkrankung leer aus und muss die Kosten selbst übernehmen. Als junger und gesunder Mensch sollte der Wechsel nicht schwer fallen. Um diese Kundengruppe wirbt jede Krankenkasse. Doch was machen die Älteren oder die, die jetzt schon krank sind? Da wird es meistens nicht ganz so einfach. Und zumeist auch noch sehr teuer. Denn die Krankenkassen wollen ja mit ihrem Versicherten möglichst Geld verdienen. Bei jemandem der schon krank ist, sind die Aussichten für die Krankenkasse da nicht gut. Nicht nur, dass in die neue private Krankenversicherung bisher noch keine Beiträge geflossen sind, es fallen auch gleich noch Kosten an. Das in die alte Versicherung bereits Beiträgen geflossen sind ist für die neue Krankenkasse verständlicherweise nichts wert. Dennoch muss der Versicherte in irgendeiner Weise seine Leistung erhalten.

Der Gesetzgeber hat für diese Situationen nun einen Verteilerschlüssel vorgeschrieben. Nach dem müssen die Versicherten der zahlungsunfähigen Krankenkasse nun von den anderen Kassen übernommen werden. Und zwar sowohl die jungen und gesunden Versicherten, wie auch die alten und kranken.

Rechtsschutzversicherung deckt Anwaltskosten

Doch verlassen sollte man sich auf eine solche Lösung bestimmt nicht immer. Um sich vor solchen Situationen etwas zu schützen, kann eine Rechtsschutzversicherung helfen. Im privaten Teil der Rechtsschutzversicherung sind die Kosten für Rechtsberatungen oder einen Rechtsstreit auch bei Problemen mit der privaten Krankenversicherung abgedeckt. Der Abschluss dieser Versicherungen in Kombination kann also Sinn machen, damit man im Fall des Falles nicht alleine dasteht. Jedoch kann es ratsam sein, die Rechtsschutzversicherung und die private Krankenversicherung bei zwei unterschiedlichen Partnern abzuschließen. Nicht das es später ein Problem ist, wenn beide Verträge über eine Versicherungsgesellschaft laufen.

Was sollte die Rechtsschutzversicherung enthalten?

Beim Abschluss der Rechtsschutzversicherung sollte man dann darauf achten, dass man den richtigen Umfang versichert. Unterscheidungen gibt es beispielsweise zwischen Privat-, Berufs-, Verkehrs- oder Mietrechtsschutz. Rentner brauchen in der Regel keinen Berufsrechtsschutz, während jemand im eigenen Haus ohne Mietparteien auf den Mietrechtsschutz verzichten kann. Man kann die Versicherung als Komplettschutz oder auch nur mit ausgewählten Bestandteilen abschließen. Für den Fall mit der privaten Krankenversicherung ist der einfache Privatrechtsschutz zuständig. Außerdem ist es wichtig auf die Höhe der Selbstbeteiligung pro Streitfall zu achten. Eine kleine Selbstbeteiligung (etwa 250,- bis 500,- Euro) kann oftmals den Beitrag deutlich reduzieren. Ist sie aber zu hoch (über 1.000,- Euro), macht die Versicherung irgendwann keinen großen Sinn mehr. Ein weiterer Punkt ist die versicherte Summe je Schadensfall. Pro Rechtsstreit wird die Versicherung die Kosten nämlich nur bis zu dieser versicherten Summe übernehmen. Üblicherweise liegt diese Summe heute bei etwa 1.000.000,- Euro. Es gibt aber auch Versicherungen die gar keine Begrenzung in ihren Verträgen haben.

Fazit

Eine private Krankenversicherung kann bares Geld wert sein und die Leistungen in der Krankenbetreuung deutlich verbessern. Die Kombination, zumindest mit einer Privatrechtsschutzversicherung, über einen zweiten Anbieter kann aber sehr sinnvoll sein. Um Ärger zu vermeiden sollte man die Krankenkasse in die man eintreten möchte vor einem Wechsel aber genau überprüfen. Vor allem im Hinblick auf vorhandene Finanzreserven.